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Irak - Städte und Kulturdenkmäler
Bagdad - Baghdad

Hauptstadt des Irak, am Tigris. Sie ist der Knotenpunkt des irakischen Strassen-, Eisenbahn- und Flugzeugverkehrs. Bagdad ist das führende Industriezentrum des Landes mit ölraffinerien, Lebensmittelherstellung, Gerbereien und Spinnereien. Stoffe, Haushaltsutensilien, Schmuck, Leder, Filz und Teppiche werden in Handarbeit hergestellt und auf Basaren verkauft. Diese bestehen aus aneinandergereihten kleinen Geschäften und Ständen, die seit jeher das Stadtbild prägen.

Die Stadt beheimatet mehrere Bildungseinrichtungen, darunter die Universität Bagdad (1957), die al-Mustansirijah-Universität (1963) und die Technische Universität (1974). Zu den historischen Gebäuden gehören u. a. die Ruine des Bab al-Wastani, das einzige erhaltene Stadttor von Bagdad (heute ein Waffenmuseum), der Abbasidenpalast, der wahrscheinlich aus dem Jahre 1179 stammt, die Medrese Mustansirijah aus dem Jahre 1227 und die Marjanmoschee (1356 fertiggestellt). Ein paar Kilometer nördlich von Bagdad liegt die Vorstadt Kadhimain mit der Goldenen Moschee. Hier befinden sich die Grabmäler des 5. und 6. Imams der Schiiten, die sie zu einem bekannten Wallfahrtsort gemacht haben.

Bagdad wurde vom abbasidischen Kalifen al-Mansur 762 am Westufer des Tigris gegründet, gegenüber einem gleichnamigen, irakischen Dorf. Ursprünglich hatte die Stadt einen runden Grundriss und war von drei konzentrischen Stadtmauern umgeben. Die innere Mauer umschloss den Palast des Kalifen, die mittlere Mauer die Armeeanlagen und die äussere Mauer das Wohngebiet. Das Händlerviertel mit den Basaren befand sich ausserhalb der Stadtmauern. Unter der Herrschaft des Kalifen Harun ar-Rashid, bekannt aus den berühmten Märchen aus Tausendundeiner Nacht, erlebte die Stadt im 9. Jahrhundert eine Blütezeit. In dieser Zeit breitete sich die Stadt auf das Ostufer des Tigris aus und wurde später Zentrum des heutigen Bagdad. Zwar endete die Blütezeit der Stadt nach der Herrschaft von Harun ar-Rashid, sie blieb jedoch trotzdem noch vier Jahrhunderte lang ein wichtiges Handels- und Kulturzentrum.

Der Niedergang Bagdads begann, als Hulagu, der Enkel des mongolischen Eroberers Dschingis Khan, die Stadt 1258 plünderte und die Herrschaft der abbasidischen Kalifen beendete. Eine weitere Plünderung folgte durch den Mongolen Tamerlane im Jahre 1401. 1508 ging Bagdad an Persien und wurde 1534 von türkischen Truppen erobert. 1623 eroberten die Perser die Stadt zurück, die dann 1638 erneut von den Türken eingenommen wurde. Danach war Bagdad fast drei Jahrhunderte lang unter türkischer Herrschaft, bis es die Briten 1917 von den Türken eroberten. 1921 wurde Bagdad die Hauptstadt des neu gegründeten Königreiches Irak, das 1958 Republik wurde. Die Stadt war ein Hauptziel der alliierten Bombenangriffe im Golfkrieg.

Bagdad zeigt sich heute mit mehr als 5 Millionen Einwohnern weltstädtisch. Dichter Verkehr braust über die Strassen beiderseits des Tigris. Ein Konglomerat von Hochhäusern, eine belebte Innenstadt. Groteske Muskelmänner machen Reklame für Bodybuilding-Studios. Auf der Strasse drehen sich Hähnchen am Grill, die Händler sitzen hinter Pyramiden von Orangen, äpfeln und Pampelmusen. Es ist alles da, allerdings (zur Zeit) nur für eine Minderheit.

Harun AL-Raschid

Harun ar-Raschid (766-809), fünfter Kalif (786-809) der Abbasiden-Dynastie von Bagdad. übersetzt bedeutet sein Name 鄭aron der Aufrechte". Er war der Sohn des dritten abbasidischen Kalifen al-Mahdi und folgte nach dem Tod seines Bruders al-Hadi auf den Thron. Unter seiner Regierung erlebte die Kultur eine bemerkenswerte Blüte. Bis 803 lag die Verwaltung in den Händen von Yahya ibn-Khalid (starb ca. 803), dem Grosswesir und Oberhaupt der berühmten Barmezidenfamilie. Bagdad, die Hauptstadt von Haruns Reich, wurde zur blühendsten Stadt der damaligen Zeit - der Reichtum des Kalifats, der u. a. durch Tributzahlungen zustande kam, erlaubte ungeheure Verschwendung. Man errichtete wundervolle Bauwerke zu Ehren des Kalifen, zu enorm hohen Kosten. Harun soll mit Karl dem Grossen Geschenke ausgetauscht haben. Er war ein freigebiger Förderer von Bildung, Dichtung und Musik, und seinen Hof besuchten die bedeutendsten Muslime der damaligen Zeit. Man feierte Harun in unzähligen Liedern und Geschichten, und im Westen ist er als der Kalif bekannt, dessen Hof in den Geschichten aus Tausendundeine Nacht beschrieben wird. Von 791 bis 809 lag Haruns Reich mit dem Byzantinischen Reich im Krieg und 807 besetzten seine Truppen die byzantinische Provinz Zypern. Gegen Ende seiner Herrschaftszeit liess sich Harun noch dazu überreden, die Barmeziden abzusetzen und brachte 803 den Grosswesir ins Gefängnis.

Abbasiden

Abbasiden, Herrscherdynastie im Kalifat von Bagdad (750-1258). Die Kalifen waren die Nachkommen von Abbas, des Onkels des Propheten Mohammed. Die Abbasiden übernahmen nach dem Sturz der Omaijaden das Kalifat und behaupteten sich, bis die Mongolen 1258 Bagdad plünderten und den letzten Abbasidenkalifen ermordeten. Bagdad, die Hauptresidenz der Abbasiden, war 762 auf Anordnung des zweiten Abbasidenkalifen, al-Mansur (754-775), gegründet worden. Im 1. Jahrhundert ihres Kalifats hatten die Abbasiden sowohl die religiöse als auch politische Führung, und mit Harun Ar-Rashid erreichten sie Ende des 8. Jahrhunderts den Höhepunkt ihrer Macht. Nach Haruns Tod brach zwischen seinen beiden Söhnen, al-Amin und al-Ma知un ein Krieg aus; al-Ma知un triumphierte am Ende, aber das Ansehen der Dynastie hatte beträchtlich gelitten. Bis zum Ende des 9. Jahrhunderts schwand sowohl die politische als auch die religiöse Macht der Abbasiden nach und nach. Im Bereich der Religion hatten die Gelehrten der Sunniten die Führung übernommen. In einem Machtkampf, der Mihna (833-847), hatten die Kalifen vergeblich versucht, die Sunniten ihrer Autorität zu unterwerfen. Die Kalifen mussten sich nun mit einer eher symbolischen Rolle als nominelle Führer der Sunniten begnügen. Die Schiiten lehnten das Kalifat der Abbasiden völlig ab.

Muhammad ibn Musa Al-Khawarizmi

Abu Abdullah Muhammad ibn Musa Al-Khawarizmi, geboren in Khawarizm (im heutigen Uzbekistan). Seine Eltern immigrierten in einen Dorf südlich von Baghdad als er noch ein Kind war. In Baghdad war er einer der bedeutendsten Wissenschaftler am Haus der Weisheit, das unter dem Khalifen Harun ar-Rashid entstand und später unter dem Khalifen al-Ma知un zum Studien- und Forschungsmittelpunkt der islamischen Welt wurde. Er starb im Jahre 840. Er beschrieb Verfahren zur Schrittweisen Lösung mathematischer Probleme und deshalb wurde der Algorithmus nach seinem Nachnamen benannt. Und Algebra wurde nach dem Titel seines Meisterwerkes "Hisab Al-Jabr wal Muqabalah" benannt. Wobei Al-Jabr das arabische Wort für ergänzen ist. Al-Khawarizmi erfand das Rechnen mit Dezimalzahlen. Er beschrieb das Dividieren, erstellte Tabellen mit der Sinus-Funktion. Er erfand die Formeln für die Berechnung der Fläche des Kreises, des Halbkreises, der Kugel, der Pyramide und des Kegels; Er berechnete die Konstante Pi ( = 3 1/7 ). In Astronomie schrieb er ein Buch mit astronomischen Tabellen. In Baghdad war er Leiter der Geographie-Abteilung und um 830 zeichnete er die erste Karte der damals bekannten Welt und berechnete Volumen und Umfang der Erde.

Universität Bagdad

Die Universität Bagdad ist eine vollständige Neugründung aus dem Jahr 1957, entworfen von Walter Gropius und der TAC (The Architects Collaborative, Inc.). Als zu bebauendes Gelände diente ein 1,6 kmイ grosses Areal in einer Tigrisschleife mit Inselcharakter. Die Universität ist ca. 8 km vom Stadtzentrum Bagdads entfernt und durch Strassen gut angebunden. Bei der Planung versuchte Gropius, die besonderen lokalen Voraussetzungen zu berücksichtigen, wozu das Klima, die moslemische Kultur die hohe Geburtenrate, aber auch die Möglichkeiten politischer Unruhen zählten. Das endgültige Programm umfasste 273 Gebäude vom Hörsaal bis zur Wohnung, deren Anlage insgesamt einer Stadt gleichen sollte. Die Fakultätsgebäude im Kernbereich der Universität sollten flexibel nutzbar sein und, ebenso wie die allgemein zugänglichen Aufenthaltsräume, zur Kommunikation von Studenten aus unterschiedlichen Fachrichtungen beitragen.

Al Khadimiya Moschee

Die Al Khadimiya Moschee im Nordwesten Bagdads gehört zu den wichtigsten schiitischen Heiligtümern im Irak. Die Moschee, vermutlich um 1515 herum fertiggestellt, beherbergt die Gräber des 7. und 9. Imams, Musa ibn Jafar al-Kazim (gest. 799) und seines Enkels, Mohammad al-Taqi (gest. 835). Busladungen von iranischen Pilgern besuchen die Moschee nicht nur an hohenen Feiertagen.

Khan Marjan Karawanserei

Die Karawansereien (Rasthäuser; türkisch han) waren eine Entwicklung, die typisch für die Seldschuken war. Karawansereien entlang der Karawanenstrassen hatten Säle mit Gängen und einen Hof für die Tiere. Die Karawanserei Khan Marjan aus dem 14. Jahrhundert ist eine der bedeutensten im Irak und kann dank der Instandstellung im Jahre 1936 durch das Kulturministerium heute als Restaurationsbetrieb genutzt werden. Die Räume im Erdgeschoss sind vom überdachten Hofe her zugänglich; die 23 Zimmer im ersten Stock über eine Galerie.
Abu-Nawaz-Strasse

Einst war Bagdad bei konservativen Arabern als Sündenbabel verschrien. Auf der Abu-Nawaz-Strasse, der Uferpromenade des Tigris, flanierten die irakischen Frauen in Miniröcken, während in überfüllten Fischrestaurants opulente Abendgelage mit Dattelschnaps und Arrak zelebriert wurden. Kurzum: Die Bagdader Flaniermeile machte ihrem Namensgeber Abu Nawaz alle Ehre. Hatte es sich dieser arabische Dichter doch schon vor über tausend Jahren zur Lebensaufgabe gemacht, das Gefühl der Leichtfertigkeit und des Schwelgens bis hin zur Ausschweifung und Obszönität in poetische Zeilen zu fassen. Heute wirkt die Abu-Nawaz-Strasse wie ausgestorben. Alkohol wird bereits seit Mitte der 90er-Jahre in keinem irakischen Restaurant mehr ausgeschenkt. Die wenigen Frauen, die hier noch entlangspazieren, verhüllen sich oft entweder mit einer Abaya, dem traditionellen schwarzen Umhang, oder haben zumindest ein Kopftuch auf. Acht Jahre Iran-Irak-Krieg im vorletzten Jahrzehnt, dann 1991 die Operation Desert Storm und die folgenden Jahre der UN-Sanktionen haben die Menschen zurück in die Moscheen getrieben.

Bagdad - Baghdad

In ausladenden Kurven schlängelt sich der Tigris von Nordwesten her in die irakische Hauptstadt Bagdad mit ihren vier Millionen Einwohnern. Kalif Mansur liess die Stadtmauer 762 am östlichen Tigrisufer hochziehen. Der Tigris war der Ausschlag für die Gründung Bagdads: Er sollte die Hauptstadt des Abbassidenreiches mit Ländern wie China verbinden, den Handel mit den Nachbarn zur Blüte treiben. Um das Jahr 1000 war Bagdad das intellektuelle Zentrum der Welt.

Heute gleitet der Tigris auf Höhe der historischen Altstadt durch ein hässliches Betonbett. Einzelne Kähne transportieren Zement oder Datteln, Kräne baggern das verschlammende Bett aus. Das Wasser ist stark verschmutzt. In der Altstadt stehen flache, zweigeschossige Häuser aus Beton oder gelben Ziegeln Wand an Wand. In Cafes mit groben Holzmöbeln trinken die Einwohner Tee, aus Internet-Cafes verschicken westliche Journalisten ihre Artikel.

Das moderne Zentrum Bagdads, Karch, liegt am Westufer des Tigris. Elf Brücken verbinden es mit dem historischen Zentrum Rusafah, sie wurden nach der Bombardierung von 1991 wieder aufgebaut. In Karch, inmitten von hohen Wohnblocks, liegen die meisten Ministerien und der Zentralbahnhof. Einen Kilometer vom
Informationsministerium entfernt steht das Raschid-Hotel, von wo aus CNN am 17. Januar 1991 den Beginn des ersten Golfkriegs der USA meldete.

Künden die Ruinen des Abbassidenpalastes von einer grossen Zeit, könnten die Ruinen von Saddam Husseins Regierungszentrale in Karch später Zeugnis über ein düsteres Kapitel in der Geschichte geben. über eine Strecke von über fünf Kilometern schmiegt sich die Palastanlage ans westliche Flussufer. Das Hauptportal ist dem Felsendom in Jerusalem nachgebaut. Auf dem Areal liegen der Ministerrat, die Zentralen der Rüstungsindustrie und der Baath-Partei.

In ganz Bagdad entstanden in den vergangenen Jahren neue Moscheen und Denkmäler. Neue zivile Luftschutzbunker wurden nach Ansicht von Diplomaten nicht angelegt, sie gibt es allenfalls unter Hotels oder offiziellen Gebäuden. Am anderen Ende Bagdads, jenseits des überbauten Armee-Kanals Kanatal Jaisch, liegt der Slum Saddam City. Dort wohnen etwa zwei Millionen Menschen. Zur Vorbereitung auf die Bomben hat man in Saddam City Löcher gegraben und mit Brettern abgedeckt.

 

Britisches Kriegsabenteuer 1915

Invasion, Bomben, Gas - so weit waren wir schon mal, titelte jüngst die Londoner Times und erinnerte an ein heute gern totgeschwiegenes britisches Kriegsabenteuer Anno 1915.

Es übersteigt mein Verständnis, welches Interesse die britische Regierung an diesem teuflischen Land haben könnte, schrieb damals ein indischer Kavallerist in englischem Dienst aus der glutsengenden Wüste nach Hause. Die Antwort war einfach: öl. Der Mesopotamien-Feldzug der Jahre 1914-1915 diente vorrangig dem Schutz der persischen ölfelder vor dem Zugriff der Osmanen und ihrer deutschen Verbündeten. In Bagdad selbst herrschten damals die Türken.

Im November 1914 waren britische Truppen unter dem Oberbefehl des ebenso ambitionierten wie unfähigen Generalmajors Charles Townshend in Basra gelandet. Nachdem sie die Stadt gesichert hatten, begann, immer den Tigris entlang Richtung Norden, der Marsch auf Bagdad. Die begeisterte Presse daheim in London feierte das Unternehmen schon als mesopotamisches Picknick, doch bei den Soldaten selbst wollte die rechte Ausflugsstimmung nicht aufkommen. Sie waren, 30 Meilen vor Bagdad, längst zu Tode erschöpft, entmutigt und vor allem zahlenmässig weit unterlegen. Die wohlverschanzte und noch verstärkte türkische Armee schlug die Angreifer zurück und schloss sie im Dezember 1915 auf ihrem Rückzug in dem Dorf Kut al Amara ein. Nach fast fünfmonatiger Belagerung, begleitet vom Schlachten der Packtiere, von Hitzeschlägen, Cholera, Ruhr und Skorbut, gab Townshend auf. 23'000 Tote und Verwundete waren auf seiner Seite zu beklagen. Von den 8000 überlebenden kamen noch einmal weitere drei Viertel in Kriegsgefangenschaft um.

In England war die Empörung über das Desaster unterdessen gross. General Sir Stanly Maude wurde mit einer zweiten Expedition ausgesandt und tatsächlich fiel Bagdad am 11. März 1917. Maude selbst freilich konnte sich nicht lange in seinem Triumph sonnen. Er starb an der Cholera, nachdem er im Anschluss an eine Aufführung des Hamlet in arabisch ein Glas ungekochter Milch getrunken hatte ...

Der Waffenstillstand im November 1918 war zugleich der Auftakt zur Zerstückelung des Osmanischen Reiches. Britannien annektierte die Provinzen Bagdad, Basra sowie Mosul und kettete damit die sich untereinander ganz und gar nicht grünen Schiiten, Sunniten und Kurden unversehens aneinander. Zwei Jahre später kam es zu Stammesrevolten gegen die britische Herrschaft, mit tausenden Toten auf beiden Seiten.

London reagierte mit Flächenbombardements, derweil Winston Churchill, damals noch Kriegsminister, und Thomas Edward Lawrence, der spätere Lawrence von Arabien, sich zusätzlich für den Einsatz von Giftgas aussprachen.

Es blieb bei Fliegerbomben. Noch während sie fielen, inthronisierten die Briten 1921 den schwachen Puppenkönig Faisal I. Dieser zog später, kurz vor seinem Tod 1933, ein letztes bitteres Resumee: Von einer irakischen Nation oder gar irakischen Bürgern könne gar keine Rede sein. Die Menschen hier würden sich einzig ihrer Religion und ihren Traditionen verpflichtet fühlen und seien jederzeit bereit, sich gegen jede wie auch immer geartete Regierung zu erheben.



Der Botschafter der Republik Irak in der Bundesrepublik Deutschland Dhia Hadi Mahmoud AL-DABBASS
heißt sie herzlich willkommen in der Botschaft.

Der Lebenslauf (Curriculum Vitae) des irakischen Botschafters

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Bagdad - Baghdad

Hauptstadt des Irak, am Tigris. Sie ist der Knotenpunkt des irakischen Strassen-, Eisenbahn- und Flugzeugverkehrs. Bagdad ist das führende Industriezentrum des Landes mit ölraffinerien, Lebensmittelherstellung, Gerbereien und Spinnereien. Stoffe, Haushaltsutensilien, Schmuck, Leder, Filz und Teppiche werden in Handarbeit hergestellt und auf Basaren verkauft. Diese bestehen aus aneinandergereihten kleinen Geschäften und Ständen, die seit jeher das Stadtbild prägen.

Die Stadt beheimatet mehrere Bildungseinrichtungen, darunter die Universität Bagdad (1957), die al-Mustansirijah-Universität (1963) und die Technische Universität (1974). Zu den historischen Gebäuden gehören u. a. die Ruine des Bab al-Wastani, das einzige erhaltene Stadttor von Bagdad (heute ein Waffenmuseum), der Abbasidenpalast, der wahrscheinlich aus dem Jahre 1179 stammt, die Medrese Mustansirijah aus dem Jahre 1227 und die Marjanmoschee (1356 fertiggestellt). Ein paar Kilometer nördlich von Bagdad liegt die Vorstadt Kadhimain mit der Goldenen Moschee. Hier befinden sich die Grabmäler des 5. und 6. Imams der Schiiten, die sie zu einem bekannten Wallfahrtsort gemacht haben.

Bagdad wurde vom abbasidischen Kalifen al-Mansur 762 am Westufer des Tigris gegründet, gegenüber einem gleichnamigen, irakischen Dorf. Ursprünglich hatte die Stadt einen runden Grundriss und war von drei konzentrischen Stadtmauern umgeben. Die innere Mauer umschloss den Palast des Kalifen, die mittlere Mauer die Armeeanlagen und die äussere Mauer das Wohngebiet. Das Händlerviertel mit den Basaren befand sich ausserhalb der Stadtmauern. Unter der Herrschaft des Kalifen Harun ar-Rashid, bekannt aus den berühmten Märchen aus Tausendundeiner Nacht, erlebte die Stadt im 9. Jahrhundert eine Blütezeit. In dieser Zeit breitete sich die Stadt auf das Ostufer des Tigris aus und wurde später Zentrum des heutigen Bagdad. Zwar endete die Blütezeit der Stadt nach der Herrschaft von Harun ar-Rashid, sie blieb jedoch trotzdem noch vier Jahrhunderte lang ein wichtiges Handels- und Kulturzentrum.

Der Niedergang Bagdads begann, als Hulagu, der Enkel des mongolischen Eroberers Dschingis Khan, die Stadt 1258 plünderte und die Herrschaft der abbasidischen Kalifen beendete. Eine weitere Plünderung folgte durch den Mongolen Tamerlane im Jahre 1401. 1508 ging Bagdad an Persien und wurde 1534 von türkischen Truppen erobert. 1623 eroberten die Perser die Stadt zurück, die dann 1638 erneut von den Türken eingenommen wurde. Danach war Bagdad fast drei Jahrhunderte lang unter türkischer Herrschaft, bis es die Briten 1917 von den Türken eroberten. 1921 wurde Bagdad die Hauptstadt des neu gegründeten Königreiches Irak, das 1958 Republik wurde. Die Stadt war ein Hauptziel der alliierten Bombenangriffe im Golfkrieg.

Bagdad zeigt sich heute mit mehr als 5 Millionen Einwohnern weltstädtisch. Dichter Verkehr braust über die Strassen beiderseits des Tigris. Ein Konglomerat von Hochhäusern, eine belebte Innenstadt. Groteske Muskelmänner machen Reklame für Bodybuilding-Studios. Auf der Strasse drehen sich Hähnchen am Grill, die Händler sitzen hinter Pyramiden von Orangen, äpfeln und Pampelmusen. Es ist alles da, allerdings (zur Zeit) nur für eine Minderheit.

Harun AL-Raschid

Harun ar-Raschid (766-809), fünfter Kalif (786-809) der Abbasiden-Dynastie von Bagdad. übersetzt bedeutet sein Name 鄭aron der Aufrechte". Er war der Sohn des dritten abbasidischen Kalifen al-Mahdi und folgte nach dem Tod seines Bruders al-Hadi auf den Thron. Unter seiner Regierung erlebte die Kultur eine bemerkenswerte Blüte. Bis 803 lag die Verwaltung in den Händen von Yahya ibn-Khalid (starb ca. 803), dem Grosswesir und Oberhaupt der berühmten Barmezidenfamilie. Bagdad, die Hauptstadt von Haruns Reich, wurde zur blühendsten Stadt der damaligen Zeit - der Reichtum des Kalifats, der u. a. durch Tributzahlungen zustande kam, erlaubte ungeheure Verschwendung. Man errichtete wundervolle Bauwerke zu Ehren des Kalifen, zu enorm hohen Kosten. Harun soll mit Karl dem Grossen Geschenke ausgetauscht haben. Er war ein freigebiger Förderer von Bildung, Dichtung und Musik, und seinen Hof besuchten die bedeutendsten Muslime der damaligen Zeit. Man feierte Harun in unzähligen Liedern und Geschichten, und im Westen ist er als der Kalif bekannt, dessen Hof in den Geschichten aus Tausendundeine Nacht beschrieben wird. Von 791 bis 809 lag Haruns Reich mit dem Byzantinischen Reich im Krieg und 807 besetzten seine Truppen die byzantinische Provinz Zypern. Gegen Ende seiner Herrschaftszeit liess sich Harun noch dazu überreden, die Barmeziden abzusetzen und brachte 803 den Grosswesir ins Gefängnis.

Abbasiden

Abbasiden, Herrscherdynastie im Kalifat von Bagdad (750-1258). Die Kalifen waren die Nachkommen von Abbas, des Onkels des Propheten Mohammed. Die Abbasiden übernahmen nach dem Sturz der Omaijaden das Kalifat und behaupteten sich, bis die Mongolen 1258 Bagdad plünderten und den letzten Abbasidenkalifen ermordeten. Bagdad, die Hauptresidenz der Abbasiden, war 762 auf Anordnung des zweiten Abbasidenkalifen, al-Mansur (754-775), gegründet worden. Im 1. Jahrhundert ihres Kalifats hatten die Abbasiden sowohl die religiöse als auch politische Führung, und mit Harun Ar-Rashid erreichten sie Ende des 8. Jahrhunderts den Höhepunkt ihrer Macht. Nach Haruns Tod brach zwischen seinen beiden Söhnen, al-Amin und al-Ma知un ein Krieg aus; al-Ma知un triumphierte am Ende, aber das Ansehen der Dynastie hatte beträchtlich gelitten. Bis zum Ende des 9. Jahrhunderts schwand sowohl die politische als auch die religiöse Macht der Abbasiden nach und nach. Im Bereich der Religion hatten die Gelehrten der Sunniten die Führung übernommen. In einem Machtkampf, der Mihna (833-847), hatten die Kalifen vergeblich versucht, die Sunniten ihrer Autorität zu unterwerfen. Die Kalifen mussten sich nun mit einer eher symbolischen Rolle als nominelle Führer der Sunniten begnügen. Die Schiiten lehnten das Kalifat der Abbasiden völlig ab.

Muhammad ibn Musa Al-Khawarizmi

Abu Abdullah Muhammad ibn Musa Al-Khawarizmi, geboren in Khawarizm (im heutigen Uzbekistan). Seine Eltern immigrierten in einen Dorf südlich von Baghdad als er noch ein Kind war. In Baghdad war er einer der bedeutendsten Wissenschaftler am Haus der Weisheit, das unter dem Khalifen Harun ar-Rashid entstand und später unter dem Khalifen al-Ma知un zum Studien- und Forschungsmittelpunkt der islamischen Welt wurde. Er starb im Jahre 840. Er beschrieb Verfahren zur Schrittweisen Lösung mathematischer Probleme und deshalb wurde der Algorithmus nach seinem Nachnamen benannt. Und Algebra wurde nach dem Titel seines Meisterwerkes "Hisab Al-Jabr wal Muqabalah" benannt. Wobei Al-Jabr das arabische Wort für ergänzen ist. Al-Khawarizmi erfand das Rechnen mit Dezimalzahlen. Er beschrieb das Dividieren, erstellte Tabellen mit der Sinus-Funktion. Er erfand die Formeln für die Berechnung der Fläche des Kreises, des Halbkreises, der Kugel, der Pyramide und des Kegels; Er berechnete die Konstante Pi ( = 3 1/7 ). In Astronomie schrieb er ein Buch mit astronomischen Tabellen. In Baghdad war er Leiter der Geographie-Abteilung und um 830 zeichnete er die erste Karte der damals bekannten Welt und berechnete Volumen und Umfang der Erde.

Universität Bagdad

Die Universität Bagdad ist eine vollständige Neugründung aus dem Jahr 1957, entworfen von Walter Gropius und der TAC (The Architects Collaborative, Inc.). Als zu bebauendes Gelände diente ein 1,6 kmイ grosses Areal in einer Tigrisschleife mit Inselcharakter. Die Universität ist ca. 8 km vom Stadtzentrum Bagdads entfernt und durch Strassen gut angebunden. Bei der Planung versuchte Gropius, die besonderen lokalen Voraussetzungen zu berücksichtigen, wozu das Klima, die moslemische Kultur die hohe Geburtenrate, aber auch die Möglichkeiten politischer Unruhen zählten. Das endgültige Programm umfasste 273 Gebäude vom Hörsaal bis zur Wohnung, deren Anlage insgesamt einer Stadt gleichen sollte. Die Fakultätsgebäude im Kernbereich der Universität sollten flexibel nutzbar sein und, ebenso wie die allgemein zugänglichen Aufenthaltsräume, zur Kommunikation von Studenten aus unterschiedlichen Fachrichtungen beitragen.

Al Khadimiya Moschee

Die Al Khadimiya Moschee im Nordwesten Bagdads gehört zu den wichtigsten schiitischen Heiligtümern im Irak. Die Moschee, vermutlich um 1515 herum fertiggestellt, beherbergt die Gräber des 7. und 9. Imams, Musa ibn Jafar al-Kazim (gest. 799) und seines Enkels, Mohammad al-Taqi (gest. 835). Busladungen von iranischen Pilgern besuchen die Moschee nicht nur an hohenen Feiertagen.

Khan Marjan Karawanserei

Die Karawansereien (Rasthäuser; türkisch han) waren eine Entwicklung, die typisch für die Seldschuken war. Karawansereien entlang der Karawanenstrassen hatten Säle mit Gängen und einen Hof für die Tiere. Die Karawanserei Khan Marjan aus dem 14. Jahrhundert ist eine der bedeutensten im Irak und kann dank der Instandstellung im Jahre 1936 durch das Kulturministerium heute als Restaurationsbetrieb genutzt werden. Die Räume im Erdgeschoss sind vom überdachten Hofe her zugänglich; die 23 Zimmer im ersten Stock über eine Galerie.
Abu-Nawaz-Strasse

Einst war Bagdad bei konservativen Arabern als Sündenbabel verschrien. Auf der Abu-Nawaz-Strasse, der Uferpromenade des Tigris, flanierten die irakischen Frauen in Miniröcken, während in überfüllten Fischrestaurants opulente Abendgelage mit Dattelschnaps und Arrak zelebriert wurden. Kurzum: Die Bagdader Flaniermeile machte ihrem Namensgeber Abu Nawaz alle Ehre. Hatte es sich dieser arabische Dichter doch schon vor über tausend Jahren zur Lebensaufgabe gemacht, das Gefühl der Leichtfertigkeit und des Schwelgens bis hin zur Ausschweifung und Obszönität in poetische Zeilen zu fassen. Heute wirkt die Abu-Nawaz-Strasse wie ausgestorben. Alkohol wird bereits seit Mitte der 90er-Jahre in keinem irakischen Restaurant mehr ausgeschenkt. Die wenigen Frauen, die hier noch entlangspazieren, verhüllen sich oft entweder mit einer Abaya, dem traditionellen schwarzen Umhang, oder haben zumindest ein Kopftuch auf. Acht Jahre Iran-Irak-Krieg im vorletzten Jahrzehnt, dann 1991 die Operation Desert Storm und die folgenden Jahre der UN-Sanktionen haben die Menschen zurück in die Moscheen getrieben.

Bagdad - Baghdad

In ausladenden Kurven schlängelt sich der Tigris von Nordwesten her in die irakische Hauptstadt Bagdad mit ihren vier Millionen Einwohnern. Kalif Mansur liess die Stadtmauer 762 am östlichen Tigrisufer hochziehen. Der Tigris war der Ausschlag für die Gründung Bagdads: Er sollte die Hauptstadt des Abbassidenreiches mit Ländern wie China verbinden, den Handel mit den Nachbarn zur Blüte treiben. Um das Jahr 1000 war Bagdad das intellektuelle Zentrum der Welt.

Heute gleitet der Tigris auf Höhe der historischen Altstadt durch ein hässliches Betonbett. Einzelne Kähne transportieren Zement oder Datteln, Kräne baggern das verschlammende Bett aus. Das Wasser ist stark verschmutzt. In der Altstadt stehen flache, zweigeschossige Häuser aus Beton oder gelben Ziegeln Wand an Wand. In Cafes mit groben Holzmöbeln trinken die Einwohner Tee, aus Internet-Cafes verschicken westliche Journalisten ihre Artikel.

Das moderne Zentrum Bagdads, Karch, liegt am Westufer des Tigris. Elf Brücken verbinden es mit dem historischen Zentrum Rusafah, sie wurden nach der Bombardierung von 1991 wieder aufgebaut. In Karch, inmitten von hohen Wohnblocks, liegen die meisten Ministerien und der Zentralbahnhof. Einen Kilometer vom
Informationsministerium entfernt steht das Raschid-Hotel, von wo aus CNN am 17. Januar 1991 den Beginn des ersten Golfkriegs der USA meldete.

Künden die Ruinen des Abbassidenpalastes von einer grossen Zeit, könnten die Ruinen von Saddam Husseins Regierungszentrale in Karch später Zeugnis über ein düsteres Kapitel in der Geschichte geben. über eine Strecke von über fünf Kilometern schmiegt sich die Palastanlage ans westliche Flussufer. Das Hauptportal ist dem Felsendom in Jerusalem nachgebaut. Auf dem Areal liegen der Ministerrat, die Zentralen der Rüstungsindustrie und der Baath-Partei.

In ganz Bagdad entstanden in den vergangenen Jahren neue Moscheen und Denkmäler. Neue zivile Luftschutzbunker wurden nach Ansicht von Diplomaten nicht angelegt, sie gibt es allenfalls unter Hotels oder offiziellen Gebäuden. Am anderen Ende Bagdads, jenseits des überbauten Armee-Kanals Kanatal Jaisch, liegt der Slum Saddam City. Dort wohnen etwa zwei Millionen Menschen. Zur Vorbereitung auf die Bomben hat man in Saddam City Löcher gegraben und mit Brettern abgedeckt.

 

Britisches Kriegsabenteuer 1915

Invasion, Bomben, Gas - so weit waren wir schon mal, titelte jüngst die Londoner Times und erinnerte an ein heute gern totgeschwiegenes britisches Kriegsabenteuer Anno 1915.

Es übersteigt mein Verständnis, welches Interesse die britische Regierung an diesem teuflischen Land haben könnte, schrieb damals ein indischer Kavallerist in englischem Dienst aus der glutsengenden Wüste nach Hause. Die Antwort war einfach: öl. Der Mesopotamien-Feldzug der Jahre 1914-1915 diente vorrangig dem Schutz der persischen ölfelder vor dem Zugriff der Osmanen und ihrer deutschen Verbündeten. In Bagdad selbst herrschten damals die Türken.

Im November 1914 waren britische Truppen unter dem Oberbefehl des ebenso ambitionierten wie unfähigen Generalmajors Charles Townshend in Basra gelandet. Nachdem sie die Stadt gesichert hatten, begann, immer den Tigris entlang Richtung Norden, der Marsch auf Bagdad. Die begeisterte Presse daheim in London feierte das Unternehmen schon als mesopotamisches Picknick, doch bei den Soldaten selbst wollte die rechte Ausflugsstimmung nicht aufkommen. Sie waren, 30 Meilen vor Bagdad, längst zu Tode erschöpft, entmutigt und vor allem zahlenmässig weit unterlegen. Die wohlverschanzte und noch verstärkte türkische Armee schlug die Angreifer zurück und schloss sie im Dezember 1915 auf ihrem Rückzug in dem Dorf Kut al Amara ein. Nach fast fünfmonatiger Belagerung, begleitet vom Schlachten der Packtiere, von Hitzeschlägen, Cholera, Ruhr und Skorbut, gab Townshend auf. 23'000 Tote und Verwundete waren auf seiner Seite zu beklagen. Von den 8000 überlebenden kamen noch einmal weitere drei Viertel in Kriegsgefangenschaft um.

In England war die Empörung über das Desaster unterdessen gross. General Sir Stanly Maude wurde mit einer zweiten Expedition ausgesandt und tatsächlich fiel Bagdad am 11. März 1917. Maude selbst freilich konnte sich nicht lange in seinem Triumph sonnen. Er starb an der Cholera, nachdem er im Anschluss an eine Aufführung des Hamlet in arabisch ein Glas ungekochter Milch getrunken hatte ...

Der Waffenstillstand im November 1918 war zugleich der Auftakt zur Zerstückelung des Osmanischen Reiches. Britannien annektierte die Provinzen Bagdad, Basra sowie Mosul und kettete damit die sich untereinander ganz und gar nicht grünen Schiiten, Sunniten und Kurden unversehens aneinander. Zwei Jahre später kam es zu Stammesrevolten gegen die britische Herrschaft, mit tausenden Toten auf beiden Seiten.

London reagierte mit Flächenbombardements, derweil Winston Churchill, damals noch Kriegsminister, und Thomas Edward Lawrence, der spätere Lawrence von Arabien, sich zusätzlich für den Einsatz von Giftgas aussprachen.

Es blieb bei Fliegerbomben. Noch während sie fielen, inthronisierten die Briten 1921 den schwachen Puppenkönig Faisal I. Dieser zog später, kurz vor seinem Tod 1933, ein letztes bitteres Resumee: Von einer irakischen Nation oder gar irakischen Bürgern könne gar keine Rede sein. Die Menschen hier würden sich einzig ihrer Religion und ihren Traditionen verpflichtet fühlen und seien jederzeit bereit, sich gegen jede wie auch immer geartete Regierung zu erheben.



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